1. Nachrichten
  2. Politik
  3. Topthemen

Nahrung, Wasser, Öl: Die großen Zukunftsfragen der Welt

Nahrung, Wasser, Öl: Die großen Zukunftsfragen der Welt

Berlin. Sieben Milliarden leben auf der Erde, und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Doch wie lange reichen unsere Ressourcen? Gleich drei Erden benötigten die Menschen im Jahr 2050, um ihren Bedarf zu decken, wenn sich die Gewohnheiten nicht änderten, heißt es bei der Umweltorganisation WWF

Berlin. Sieben Milliarden leben auf der Erde, und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Doch wie lange reichen unsere Ressourcen? Gleich drei Erden benötigten die Menschen im Jahr 2050, um ihren Bedarf zu decken, wenn sich die Gewohnheiten nicht änderten, heißt es bei der Umweltorganisation WWF. Gleichzeitig werden in den Industrienationen Unmengen an Nahrungsmitteln weggeschmissen, etwa weil Haltbarkeitsdaten abgelaufen oder Lagerhallen zu klein sind oder weil Produkte oberflächliche Makel haben.Dazu kommt das Problem mit dem Wasser. "In fast allen Regionen, wo wir Wasserarmut haben, gibt es regionale Konflikte", sagt Max Schön, Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome. Der Streit ums Wasser könnte weiter zunehmen, glaubt Schön. Um das zu verhindern, müsse schonender mit der Ressource umgegangen werden. Beim Erdöl rechnen Experten mit einem weltweiten Produktionsrückgang ab 2030. Darin sieht der Geologe Volker Steinbach eine große Herausforderung, gerade mit Blick auf die Erkundung neuer Lagerstätten und Entwicklung neuer Technologien. Steinbach betont, dass die Menschen nicht auf den Rohstoff angewiesen seien, sondern auf seine Funktion. "Wir brauchen nicht das Erdöl, sondern wir wollen von A nach B transportiert werden oder ein warmes Zimmer haben." Das könne man auch anders erreichen, beispielsweise durch verstärkten Einsatz von Erdgas. dpa