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Muslime im Saarland verurteilen Anschlag auf Satire-Magazin

Muslime im Saarland verurteilen Anschlag auf Satire-Magazin

Die Muslime im Saarland haben geschockt auf das Attentat in Paris reagiert. Als "furchtbares Ereignis, das durch nichts in der Welt zu entschuldigen ist", bezeichnete der türkisch-islamische Ditib-Landesverband den Anschlag: "Satire als Anlass für so eine niederträchtige Tat zu nehmen, greift die Meinungs- und Pressefreiheit an." Zwar seien Karikaturen über den Islam nicht mit den Empfindungen der Muslime in Einklang zu bringen, dennoch müssten sie unbedingt toleriert werden.

Ditib befürchtet nun, dass manche die Tat Einzelner einmal mehr mit dem Islam gleichsetzen könnten und so auch die Pegida-Bewegung mehr Zulauf erfahre.

"Die Attentäter haben keineswegs islamisch gehandelt, sondern emotional und politisch motiviert", sagte Burhan Yagci, Vorsitzender des Vereins Muslimische Jugend Saarland. Obwohl die sogenannten Mohammed-Karikaturen keinen Moslem froh machen würden, gebe es keine Rechtfertigung, mit Gewalt dagegen vorzugehen. Diese "große Tragödie" heize nur die Stimmung gegen Muslime auf.

Das befürchtet auch Ikbal Berber , Präsidentin des Vereins Ramesch - Forum für Interkulturelle Begegnungen: "Ich mache mir Sorgen, dass Pegida und ähnliche fremdenfeindliche Gruppen diese Barbarei als Vorwand nehmen, ihre Ideologien voranzutreiben." Auf der einen Seite stünden Extremisten, Terroristen und Barbaren, auf der anderen der Islam. Diese beiden Seiten dürften auf keinen Fall verwechselt oder das Eine für das Andere gehalten werden, sagte Berber .