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Müller zieht zum Abschied positive Bilanz

Müller zieht zum Abschied positive Bilanz

Dillingen. Beim CDU-Landesparteitag in Dillingen hat der scheidende Vorsitzende, Ministerpräsident Peter Müller (Foto: dpa), gestern eine positive Bilanz nach 16 Jahren an der Parteispitze gezogen. Müller hob besonders die Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hervor. Noch 1992 hätten im Land mehr als 50 000 Menschen Arbeit gesucht

Dillingen. Beim CDU-Landesparteitag in Dillingen hat der scheidende Vorsitzende, Ministerpräsident Peter Müller (Foto: dpa), gestern eine positive Bilanz nach 16 Jahren an der Parteispitze gezogen. Müller hob besonders die Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hervor. Noch 1992 hätten im Land mehr als 50 000 Menschen Arbeit gesucht. "Noch in diesem Jahr könnte die Arbeitslosenzahl unter 30 000 sinken", rief Müller den 400 Delegierten im Dillinger Lokschuppen zu. Die Beschäftigung habe einen Höchststand erreicht. Müller hob auch den sozialverträglichen Ausstieg aus dem Steinkohlenbergbau hervor, der im Saarland "ohne Kündigungen" bewältigt werde. Zudem sei es gelungen, die Zahl der Krippenplätze von 636 auf über 4000 zu steigern, die Nachmittags-Betreuung an Schulen von null auf 16 000 Plätze.Müller nannte die CDU die weiterhin dominierende Partei an der Saar. Seit sie in der Regierung sei, habe es "mehr als zehn gute Jahre für das Saarland" gegeben. "Damit können wir zufrieden sein", sagte Müller. Seine designierte Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto: SZ), die heute gewählt werden soll, bezeichnete er als "eine Frau, die für eine gute Zukunft der CDU Saar steht".

Die 400 Delegierten dankten Müller mit stehenden Ovationen. Finanzminister Peter Jacoby bezeichnete ihn als herausragende Persönlichkeit der CDU. "Wir verdanken dir viel, und dein Verdienst bleibt über den heutigen Tag hinaus", so Jacoby.

Die Parteibasis erwartet sich derweil eine intensivere Abstimmung mit der künftigen Führung. Das ergab eine SZ-Umfrage. "Die Stimmungslage der einfachen Mitglieder ist lange ignoriert worden", sagte der Chef der Völklinger Stadtratsfraktion, Stefan Rabel. An diesem Thema will Kramp-Karrenbauer verstärkt arbeiten. "Ich möchte die innerparteiliche Kommunikation verbessern, die Basis wieder stärker beteiligen am Willensbildungsprozess", sagte sie zur SZ. > Seite A 3, B 2: Berichte dik/ce