Meuterei von Mitgliedern der Nationalgarde in Venezuela niedergeschlagen

Aufstand niedergeschlagen : Meuterei von Nationalgardisten in Venezuela

Venezolanische Sicherheitskräfte haben eine Meuterei von Nationalgardisten in der Hauptstadt Caracas niedergeschlagen. „Die Verbrecher wurden gefasst. Sie werden mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft“, teilte das Verteidigungsministerium gestern mit.

Die Regierung machte eine Verschwörung rechter Kreise für den Aufstand verantwortlich.

Die Nationalgardisten sollen zuvor aus einem Militärdepot Kriegswaffen entwendet und vier Wächter entführt haben. Ihr Aufstand richtete sich offensichtlich gegen die aus ihrer Sicht illegitime Regierung von Präsident Nicolás Maduro. „Geht auf die Straße und protestiert, fordert eure Rechte ein. Hier sind wir, um für euch zu kämpfen, für Venezuela“, sagte ein Nationalgardist in einem Video. In einer Kaserne wurden sie schließlich von Spezialeinsatzkräften festgesetzt.

„Mit absolutem Respekt vor den Menschenrechten, aber mit Stärke und Entschlossenheit werden unsere Streitkräfte auf die Angriffe auf das Vaterland antworten. Wir werden siegen“, schrieb der Vizepräsident der sozialistischen Partei PSUV, Diosdado Cabello, auf Twitter.

Trotz massiver Proteste hatte sich Präsident Maduro zuletzt für eine zweite Amtszeit vereidigen lassen. Zahlreiche Staaten, internationale Organisationen und die venezolanische Opposition bezeichnen seine Wiederwahl im vergangenen Jahr als undemokratisch. Bislang wird er allerdings noch von den mächtigen Streitkräften gestützt. Allerdings gibt es immer wieder kleinere Aufstände von Soldaten gegen Maduro.

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