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Kriminalität
Messer-Täter im Saarland heißen häufig Michael

Saarbrücken. Die im September 2018 von der Polizei vorgelegte Statistik zur Messer-Kriminalität im Saarland lässt der AfD auch ein halbes Jahr später keine Ruhe. Bei dieser Auswertung war herausgekommen, dass 70 Prozent der aufgeklärten Delikte, bei denen ein Messer im Spiel war, von deutschen Staatsangehörigen begangen wurden. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Die AfD-Fraktion im Landtag glaubte jedoch offenbar, dass unter den deutschen Tätern zahlreiche Migranten sein müssen, die inzwischen einen deutschen Pass haben. Also fragte der AfD-Abgeordnete Rudolf Müller die Landesregierung, ob es unter den 842 als Tätern aufgeführten deutschen Staatsbürgern Häufungen bei Vornamen gebe. Die gibt es tatsächlich, wie die Polizei recherchierte. Allerdings sind es andere Vornamen, als die AfD sie erwartet haben dürfte: Michael (24 Fälle), Daniel (22 Fälle), Andreas (20 Fälle), Sascha (15 Fälle), Thomas (14 Fälle), Christian (13 Fälle), Kevin (13 Fälle), Manuel (13 Fälle), Patrick (13 Fälle), David (12 Fälle), Jens (12 Fälle), Justin (11 Fälle) und Sven (11 Fälle).