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Merkel will die AfD mit „guter Arbeit“ stoppen

Merkel will die AfD mit „guter Arbeit“ stoppen

Die Wahlerfolge der AfD sorgen für Aufregung im politischen Betrieb. Union und SPD finden scharfe Worte für die Konkurrenz von rechts. Kontern wollen sie mit „guter Politik“, nicht mit neuen Inhalten .

Mit scharfer Abgrenzung, aber ohne Kurskorrekturen wollen Union und SPD der Alternative für Deutschland (AfD) nach ihren Wahlerfolgen den Wind aus den Segeln nehmen. CDU-Chefin Angela Merkel sieht jedenfalls keinen Anlass für eine thematische Neuausrichtung ihrer Partei. "Wir sind übereingekommen, dass die beste Antwort auf die AfD natürlich die gute Arbeit ist, die wir als Regierung leisten müssen dort, wo wir in Regierungsverantwortung sind", sagte sie nach Beratungen der CDU-Spitzengremien über die Wahlergebnisse in Thüringen und Brandenburg. Ihr Nein zu Bündnissen mit den Rechtspopulisten bekräftigte Merkel. Der konservative "Berliner Kreis" in der Union zog sich mit dem Ruf nach einem offeneren Umgang mit der AfD heftige Kritik aus der CDU-Spitze zu. Die Initiative verstoße gegen Grundsätze der Partei, sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder .

CSU-Chef Horst Seehofer ermahnte die Union zu Geschlossenheit, Tatkraft und einer verlässlichen Politik als Antwort auf die Erfolge der Eurokritiker. Die Union dürfe sich "nicht treiben lassen von der AfD", sagte er. Der beste Schutz sei "eine gute eigene Politik".

Kernige Kritik an den Rechtspopulisten übte die SPD . Generalsekretärin Yasmin Fahimi nannte die AfD "eine braune Suppe", die sich "ein spießbürgerliches Gewand gibt". Fraktionschef Thomas Oppermann sprach von einer Gefahr für Deutschland. Die Rechten machten Stimmung gegen Einwanderer und verursachten soziale Spaltung.

AfD-Chef Bernd Lucke hielt den großen Parteien vor, ihre Strategie funktioniere nicht. "Je mehr sie uns schneiden, desto besser schneiden wir ab", sagte Lucke . > e, A 4: Meinung