G20-Gipfel Merkel rückt vom Nein der CDU zur Ehe für alle ab

Berlin · (dpa) Der türkische Staats­präsident Recep Tayyip Erdogan wird zum G20-Gipfel in Hamburg nicht die Leibwächter der Prügel-Attacke in Washington mitbringen. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, sagte gestern, die Regierung sei sehr sicher, „dass diese Personenschützer den türkischen Staatspräsidenten nicht begleiten werden“.

 Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.  Foto: dpa 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Foto: dpa 

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(dpa) Bundeskanzlerin Angela Merkel ist von dem klaren Nein ihrer CDU zur Ehe für alle abgerückt. In einer Veranstaltung mit der Zeitschrift „Brigitte“ sagte Merkel am Montagabend in Berlin, sie wünsche sich eine Diskussion, die „eher in Richtung einer Gewissen-
entscheidung geht“. Bei einer Abstimmung im Bundestag ohne Fraktionszwang gilt eine Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe als sicher. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat Merkel die Linie mit CSU-Chef Horst Seehofer abgesprochen. SPD, Grüne und FDP haben die völlige Gleichstellung von Homosexuellen bei der Ehe zur Bedingung für eine Koalition gemacht. Auch die Linke fordert die Ehe für alle. Merkel sagte, sie habe natürlich zur Kenntnis genommen, wie jetzt alle Parteien außer der Union zu dem Thema stünden.

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