1. Nachrichten
  2. Politik
  3. Topthemen

Merkel fordert Kraftakt gegen Wirtschafts-Krise

Merkel fordert Kraftakt gegen Wirtschafts-Krise

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) haben einen nationalen Kraftakt gegen die schwere Wirtschaftskrise gefordert. Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften müssten an einem Strang ziehen. "Es kommt darauf an, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen", sagte Merkel gestern in Berlin vor dem Spitzentreffen zur Konjunktur-Krise

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) haben einen nationalen Kraftakt gegen die schwere Wirtschaftskrise gefordert. Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften müssten an einem Strang ziehen. "Es kommt darauf an, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen", sagte Merkel gestern in Berlin vor dem Spitzentreffen zur Konjunktur-Krise. Merkel nannte die Runde den "Ausgangspunkt einer sehr engen Zusammenarbeit mit allen Akteuren in unserer Gesellschaft". Neben Bundesministern, Bundesbank-Präsident Axel Weber und den Vorsitzenden der großen Gewerkschaften nahmen auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Siemens-Chef Peter Löscher und Telekom-Boss René Obermann teil. Hinzu kamen Ökonomen wie der "Wirtschaftsweise" Bert Rürup.Merkel sagte, die Regierung wolle im Januar entscheiden, ob weitere Maßnahmen gegen die Krise erforderlich seien. Die Kanzlerin kündigte an, noch in dieser Woche mit den Ministerpräsidenten über das Vorziehen von Investitionen in die Infrastruktur zu beraten. "Alles, was wir im nächsten Jahr tun, sollte langfristig Deutschland stärken und kein Strohfeuer sein." Laut "Wirtschaftswoche" bereitet die Regierung bereits ein zweites Konjunkturpaket im Umfang von mindestens 30 Milliarden Euro vor. Bislang hat die Koalition Entlastungen - inklusive Pendler-Rückzahlungen - für Bürger und Wirtschaft von 38,5 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Einen Bericht, die Regierung rechne 2009 mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung von 2,0 Prozent, wies Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) zurück. Offiziell erwartet die Regierung weiter ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent. dpa