Meinung

Meinung Ein ermutigendes Signal Von SZ-KorrespondentStefan Vetter Die meisten der schätzungsweise neun Millionen Patientenverfügungen in Deutschland sind ein Plädoyer für den Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen. Doch im Zweifelsfall gehen die Mediziner auf Nummer sicher und entscheiden sich für eine Weiterbehandlung

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Ein ermutigendes Signal

Von SZ-KorrespondentStefan Vetter Die meisten der schätzungsweise neun Millionen Patientenverfügungen in Deutschland sind ein Plädoyer für den Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen. Doch im Zweifelsfall gehen die Mediziner auf Nummer sicher und entscheiden sich für eine Weiterbehandlung. Denn sie bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone. Auch ein Gesetz kann dafür sicher nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Aber es kann für mehr Klarheit sorgen. Insofern muss es schon verwundern, wenn manche Abgeordnete der Auffassung sind, die beste Regelung bestehe darin, nichts zu regeln. Wer eine Patientenverfügung abfasst, hat sich intensiv mit dem eigenen Tod beschäftigt. Der Betroffene braucht deshalb auch ein Mindestmaß an Sicherheit. Gut, dass sich jetzt eine Mehrheit für einen Vorschlag gefunden hat und die Verfügungen das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben sind.