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Abstimmung in Venezuela : Maduro heißt nicht Chávez

Abstimmung in Venezuela : Maduro heißt nicht Chávez

Dass mehr als sieben Millionen Venezolaner an einer rechtlich unverbindlichen Abstimmung teilnehmen, ist beachtlich. Die Menschen haben genug von einem Präsidenten, der sich mit allen Mitteln an der Macht festkrallt. Maduros beharrlicher Versuch, die autoritäre, aber zugleich volksbesänftigende Politik seines Vorgängers nachzuahmen, ist auf ganzer Linie gescheitert. Denn er heißt nicht Hugo Chávez. Und er wird niemals so heißen. Maduros Kalkül ist nicht aufgegangen.

Nach seinem Tod im Jahr 2013 hinterließ der ehemalige Präsident Hugo Chávez ein Machtvakuum. In großen Teilen der Bevölkerung galt er als Held, als venezolanischer Fidel Castro, als linke Alternative zur korrupten Elite. Auf Maduro färbte dieser Glanz  nie ab. Und das Land steckt nun in einer tiefen Krise. Lebensmittel und Medikamente sind knapp, Menschen sterben bei Massenprotesten. Solange sich Armee und staatliche Institutionen hinter Maduro stellen, bleiben vorgezogene Neuwahlen ein frommer Wunsch der Opposition. Freiwillig wird Maduro seinen Posten nicht räumen.