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Leipziger Forscher macht ängstlichen Elfmeterschützen Mut

Leipziger Forscher macht ängstlichen Elfmeterschützen Mut

Leipzig. Wenn diese brisanten Forschungen bloß den Engländern nie in die Hände fallen. . . Doch auch für alle anderen Fußballer, die am Elfmeterpunkt weiche Knie bekommen, hat der Leipziger Psychologe Georg Froese gute Nachrichten: "Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, die Trefferquote mit gezieltem Training zu erhöhen

Leipzig. Wenn diese brisanten Forschungen bloß den Engländern nie in die Hände fallen. . . Doch auch für alle anderen Fußballer, die am Elfmeterpunkt weiche Knie bekommen, hat der Leipziger Psychologe Georg Froese gute Nachrichten: "Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, die Trefferquote mit gezieltem Training zu erhöhen." Zum Beispiel, indem der Schütze am Elfmeterpunkt Rechenaufgaben lösen muss oder sich die Mitspieler demonstrativ um ihn herum versammeln. Auf bis zu 90 Prozent könnte die Treffer-Wahrscheinlichkeit dadurch gesteigert werden, glaubt der 31-Jährige. Für seine Doktorarbeit hat Froese Fachliteratur durchforstet und Datenbanken mit 4000 Elfmetern der Bundesliga-Historie. Dazu kamen Interviews mit Fußballern, die ihm erklärten, was ihnen am "ominösen Punkt" durch den Kopf geht. Als Nächstes steht ein Experiment an: 60 Fußballer werden sich unter Druck als Schützen beweisen. Wer lernt, mit dem Stress umzugehen, trifft besser, sagt Froese. Gut, dass die Engländer das 1990 und 1996 noch nicht wussten. red/dpa