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Laufzeiten bis 2050 sind denkbar

Laufzeiten bis 2050 sind denkbar

Wie lange bleiben die 17 deutschen Meiler zusätzlich am Netz?Die sieben älteren Atomkraftwerke (AKW), die vor 1980 gebaut wurden, erhalten ein Laufzeitplus von acht Jahren. Bei moderneren AKW, die nach 1980 fertiggestellt wurden, wird die Betriebszeit um 14 Jahre verlängert (siehe Grafik). Im Durchschnitt ergibt sich so ein Laufzeitplus von zwölf Jahren

 Das Kernkraftwerk Neckarwestheim II soll 2036 vom Netz gehen. Unter Umständen ist auch eine Laufzeit bis 2050 möglich. Foto: dpa
Das Kernkraftwerk Neckarwestheim II soll 2036 vom Netz gehen. Unter Umständen ist auch eine Laufzeit bis 2050 möglich. Foto: dpa

Wie lange bleiben die 17 deutschen Meiler zusätzlich am Netz?Die sieben älteren Atomkraftwerke (AKW), die vor 1980 gebaut wurden, erhalten ein Laufzeitplus von acht Jahren. Bei moderneren AKW, die nach 1980 fertiggestellt wurden, wird die Betriebszeit um 14 Jahre verlängert (siehe Grafik). Im Durchschnitt ergibt sich so ein Laufzeitplus von zwölf Jahren.Wann geht das letzte AKW vom Netz?Das lässt sich derzeit noch nicht abschließend berechnen. Schalten die Konzerne ältere Reaktoren früher als geplant ab, können sie zugebilligte Strommengen, die diese Kraftwerke produzieren durften, auf neuere AKW übertragen. Das könnte dazu führen, dass bis etwa 2050 noch Atomstrom in Deutschland produziert wird. Nach dem rot-grünen Atomgesetz wären die letzten Meiler etwa 2025 vom Netz gegangen. Greenpeace rechnet dadurch mit bis zu 6000 Tonnen zusätzlichem Atommüll.Müssen die Atomkraftwerke für mehr Sicherheit nachgerüstet werden?Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) betont, es werde ein neuer Sicherheitsstandard festgelegt. Das werde die Betreiber pro Kraftwerk etwa 500 bis 600 Millionen Euro kosten. Jedoch konnte sich Röttgen nicht mit seiner Forderung durchsetzen, die Meiler speziell gegen Abstürze großer Flugzeuge zu schützen.Muss der Bundesrat dem Atompaket der Regierung zustimmen?Das ist umstritten. Die Koalition sagt Nein. Innen- und Justizministerium kommen zu dem Schluss, dass das Laufzeitplus von im Schnitt zwölf Jahren ohne die Länderkammer - in der die Regierung keine Mehrheit hat - durchgesetzt werden kann. Das gelte trotz der schärferen Sicherheitsauflagen, die von der Atomaufsicht in den Ländern kontrolliert werden. Mehrere Bundesländer und die Opposition halten den Ausstieg aus dem rot-grünen Atomgesetz für verfassungswidrig und wollen klagen. dpa