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Länder bekommen mehr Mitsprache

Länder bekommen mehr Mitsprache

Saarbrücken. Nach dem Treffen der Gesundheitsminister der Länder mit dem Bundesgesundheitsminister sprach der saarländische Ressortchef Georg Weisweiler (Foto: dpa) von einem "Durchbruch". Noch seien einige Fragen offen, dennoch habe man mit "großem Einvernehmen" die Weichen für eine Versorgung der ländlichen Gebiete mit Hausärzten gestellt

Saarbrücken. Nach dem Treffen der Gesundheitsminister der Länder mit dem Bundesgesundheitsminister sprach der saarländische Ressortchef Georg Weisweiler (Foto: dpa) von einem "Durchbruch". Noch seien einige Fragen offen, dennoch habe man mit "großem Einvernehmen" die Weichen für eine Versorgung der ländlichen Gebiete mit Hausärzten gestellt. Wer sich verpflichtet, später als Landarzt zu arbeiten, soll bei der Vergabe von Studienplätzen bevorzugt werden. Und die Medizin-Studenten, die sich verpflichten, Landarzt zu werden, sollen Bonuspunkte bekommen. Angedacht ist, dass die Mediziner sich nicht für immer als Landarzt verpflichten, sondern für einen bestimmten Zeitraum. Denkbar ist eine Dauer von bis zu fünf Jahren. Derzeit gebe es im Saarland noch keinen Ärzte-Mangel, so Weisweiler. Angesichts des demografischen Wandels wolle man aber heute schon mit diesen Maßnahmen einer Unterversorgung entgegen wirken. Zudem soll ein Lehrstuhl für Allgemeinmedizin eingerichtet werden. Mit dem Beschluss von gestern ist sichergestellt, dass die Länder nicht nur für die stationäre Versorgung von Patienten zuständig sind, sondern auch für die ambulante. Bis vor wenigen Tagen habe der Bund den Ländern diese Mitspracherechte verweigert, sagte Weisweiler. "Im Übrigen gab es in dieser Frage keinen Unterschied unter den Ministern, unabhängig davon, ob der von FDP, CDU oder Linken gestellt wurde."