Kuriose Allianzen

Im Luftraum über dem Irak wird es eng. Da fliegen amerikanische und syrische Kampfflugzeuge, bald sollen russische Kampfjets dazukommen.

Außerdem kreisen noch iranische und von der CIA gesteuerte Drohnen über dem Land. Es ist schon bemerkenswert, wie schnell traditionelle Feindbilder in den Hintergrund rücken, wenn plötzlich ureigene machtpolitische Interessen überwiegen. Ob diese kuriosen Allianzen ausreichen, den Vormarsch der Islamisten zu stoppen, ist derzeit ebenso ungewiss wie die Aussicht auf eine künftige Regierung in Bagdad, die mehr als bisher die Interessen der Sunniten und auch Kurden berücksichtigt. Gelingt in diesem Konflikt auch politisch keine Kehrtwende, scheint jedenfalls der Zerfall des Zweistromlandes unvermeidbar - verbunden mit neuen Herausforderungen an den Westen.

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