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Japans Beethoven gesteht Hilfe von Ghost-Komponist

Japans Beethoven gesteht Hilfe von Ghost-Komponist

Der als „Japans Beethoven“ bekannte taube Starkomponist Mamoru Samuragochi hat zugegeben, für seine Arbeit einen Ghost-Komponisten angeheuert zu haben. Samuragochi „bedauert zutiefst, dass er Fans betrogen und andere enttäuscht hat“, hieß es gestern in einer Erklärung seines Anwalts.

"Er weiß, dass es für seine Taten keine Entschuldigung gibt." Der Komponist engagierte seinen unbekannten Helfer vor knapp 20 Jahren. Dieser habe rund die Hälfte seiner Werke mitkomponiert, "weil mein Gehör immer schlechter wurde". Samuragochi war Mitte der 90er Jahre mit klassischen Kompositionen zu Videospielen berühmt geworden. Mit 35 Jahren wurde er taub, setzte seine Arbeit aber fort. Bekannt ist vor allem seine "Hiroshima"-Sinfonie, eine Ehrung der Opfer des Atombombenangriffs 1945. Wegen seiner Taubheit bezeichnete das US-Magazin "Time" Samuragochi 2001 auch als den "Beethoven des digitalen Zeitalters". Der deutsche Komponist Ludwig van Beethoven (1770-1827) schrieb einige seiner größten Werke trotz zunehmender Taubheit.