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Immer mehr Jugendliche begehen „digitalen Selbstmord“

Immer mehr Jugendliche begehen „digitalen Selbstmord“

Unter Jugendlichen formiert sich nach Erkenntnissen eines Wissenschaftlers eine "Avantgarde von digitalen Aussteigern". Diese Gegenbewegung feiere geradezu alles Analoge wie persönliche Freundschaften, Naturerlebnisse, Handwerkerarbeiten und selber Kochen, sagte der Jugendkulturforscher Philipp Ikrath gestern am Rande des Kinderschutzforums in Köln ."Ich glaube, dass diese totale Umarmung des Digitalen, die man den Jungen heute immer so unterstellt, eine falsche Diagnose ist, weil das auf der anderen Seite eben auch Gegenbewegungen erzeugt", erläuterte Ikrath.Zu beobachten sei zum Beispiel das Phänomen des "Defriending" bei Facebook : "Das sind Leute, die ihre Facebook-Freundesliste von allen Leuten bereinigen, die nicht ihre wirklichen Freunde sind.

Es gibt auch den sogenannten digitalen Selbstmord . Das sind Leute, die aus den sozialen Netzwerken aussteigen, weil ihnen das über den Kopf wächst." Ikrath glaubt, dass die heute 16-Jährigen deshalb später als Erwachsene eine differenziertere Haltung dazu haben werden.