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"Im Saarland gibt es keinen Bedarf für eine Neuregelung"

"Im Saarland gibt es keinen Bedarf für eine Neuregelung"

Herr Thau, in Berlin dürfen die Läden bislang an zehn Sonntagen im Jahr öffnen, sogar in der Adventszeit. Ist das auch ein Modell für das Saarland?Thau: Nach Ansicht der meisten unserer Mitglieder besteht dafür im Saarland kein Bedarf. Wir haben ja die Möglichkeit, an vier Sonntagen im Jahr zu öffnen

Herr Thau, in Berlin dürfen die Läden bislang an zehn Sonntagen im Jahr öffnen, sogar in der Adventszeit. Ist das auch ein Modell für das Saarland?Thau: Nach Ansicht der meisten unserer Mitglieder besteht dafür im Saarland kein Bedarf. Wir haben ja die Möglichkeit, an vier Sonntagen im Jahr zu öffnen. Außerdem kann diese Regelung inzwischen flexibler gehandhabt werden, weil nicht mehr die Gemeinde über die Öffnung bestimmt, sondern jeder Händler die Tage selbst bestimmen kann. Zudem möchten ja auch die Mitarbeiter im Einzelhandel gerne an den Sonntagen mit ihrer Familie zusammen sein.Durch zusätzliche Sonntage könnten die saarländischen Händler doch gegenüber Rheinland-Pfalz konkurrenzfähiger werden, oder?Thau: So groß sind die Wanderungsbewegungen der Käufer zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz nicht, als dass da Handlungsbedarf bestünde. Das spürt vielleicht der eine oder andere Händler in Homburg, aber insgesamt ist das kein großes Thema unter unseren Mitgliedern. Auch in Rheinland-Pfalz darf man übrigens nur an vier Sonntagen öffnen.Dürfen Läden im Saarland im Advent sonntags öffnen?Thau: Grundsätzlich nein, es gibt aber eine Ausnahme. Dann nämlich, wenn der erste Adventssonntag in den Dezember fällt. Dann darf in dieser Zeit an einem Sonntag geöffnet werden.Mehr Sonntage könnten sich doch positiv auf die Beschäftigung auswirken.Thau: Bestenfalls werden dann mehr Aushilfen, geringfügig Beschäftigte oder Leiharbeiter eingesetzt. Feste Arbeitsplätze werden dadurch nicht geschaffen.