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"Ich mache mich nicht kaputt für eine Schauspiel-Karriere"

"Ich mache mich nicht kaputt für eine Schauspiel-Karriere"

Saarbrücken. Die Berliner "taz" hat ihn mal den "Extremisten von der Saar" genannt. Gregor Weber (43) neigt zur Angriffslust: Gregor Furchtlos. Das hört sich dann so an, wenn er dieser Tage in Boulevardblättern noch einmal seinen Rausschmiss beim SR kommentiert: "Es war stillos, verlogen, von oben herab." Denkflink ist Weber, wortgewandt

Saarbrücken. Die Berliner "taz" hat ihn mal den "Extremisten von der Saar" genannt. Gregor Weber (43) neigt zur Angriffslust: Gregor Furchtlos. Das hört sich dann so an, wenn er dieser Tage in Boulevardblättern noch einmal seinen Rausschmiss beim SR kommentiert: "Es war stillos, verlogen, von oben herab." Denkflink ist Weber, wortgewandt. Der SZ sagt er, "Verschleppt" sei ein "künstlich aufgeblasener Streifen unter Tatort-Niveau". Wobei er am Schmutzige-Wäsche-Waschen nicht wirklich Interesse hat: "Das sind für mich Geschichten vom letzten Krieg. Ich bin Freiberufler und ohne Lebensanstellung wie Fernsehredakteure. Ich gehe prinzipiell nach vorne." Wohin? "Ich halte mich nicht mit Selbstdefinitionen auf, ich arbeite." Das Kapitel Schauspielerei scheint für Weber generell durch. Obwohl er 1997 mit riesigen Hoffnungen in die Film-Metropole Berlin gezogen war. Heute lebt er in München und möchte sich fernhalten vom Promi-Getue und von profilneurotischen Redakteuren: "Ich mache mich nicht kaputt für eine Schauspiel-Karriere", sagt er. Und schreibt jetzt Krimis, keine Drehbücher, keine Serien. Das übernimmt die Ehefrau.Nach "Feindberührung" (2011) sitzt Weber gerade an der zweiten Kriminalstory. Eingestiegen in die Schriftstellerei ist er 2009 mit "Kochen ist Krieg". Ausfluss einer zweijährigen Koch-Lehre bei Starkoch Kolja Kleeberg. Die machte Weber, Vater von zwei Kindern, nicht aus Jux, sondern weil er ein zweites Standbein suchte. Denn nach Top-Anfängen Ende der 90er als Sohn Stefan in der TV-Serie "Heinz Becker" lief die Karriere nie wirklich rund. Es gab Stippvisiten in der "Küstenwache", Kürzestauftritte in "Staufenberg" (2004) und im Oscar-gekrönten Kurzfilm "Spielzeugland" (2009), doch der SR blieb seit 2001 der Hauptauftraggeber. ce