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Hongkonger Museum darf nicht mehr an Massaker erinnern

Hongkonger Museum darf nicht mehr an Massaker erinnern

Das Museum in Hongkong zum Massaker auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens muss nach zwei Jahren schließen. Wann und wo es wieder eröffnet, wissen die Initiatoren nicht. Seit Monaten steht die Gruppe "Hong Kong Alliance", die das Museum gegründet hat und betreibt, unter Druck.

Die Verantwortlichen sprechen von gezielter Schikane. "Der Raum für Freiheit wird immer kleiner", sagt eine Mitarbeiterin des Museums, die ihren Namen nicht nennen will. Sie erinnert sich noch, wie sie damals 1989 das Geschehen in Peking im Fernsehen verfolgt habe. "Das war alles sehr traurig." Sie sagt, dass sicherlich viele in China ahnten, was passiert sei. "Und manche wissen es auch." Das Museum hat in den zwei Jahren immerhin einen Beitrag zur Aufklärung geleistet: Von den 24 000 Besuchern, die die Ausstellung besuchten, waren fast die Hälfte Chinesen.