Heimat für Rechtsextremisten

Meinung:

Heimat für Rechtsextremisten

Von SZ-Mitarbeiterin Gabriele Renz

Seit gut einem Jahr existiert die neue AfD ohne Bernd Lucke , Hans-Olaf Henkel und Bernd Kölmel. Die Flügelkämpfe haben sich aber nicht gelegt, im Gegenteil. Es sind neue aufgebrochen, die nur einen Kern haben: den mangelnden Willen, sich gegenüber Rechtsextremisten , Antisemiten, Rassisten und verkappten Nazis abzugrenzen. Gauland, Meuthen und Co. spielen als geschickte Populisten vielmehr sehr bewusst mit Ressentiments. Zwischen all den fremdenfeindlichen und rassistischen Anklängen konnten sich auch antijüdische, antisemitische Einstellungen wie im geschützten Raum fühlen. Nun spüren manche frisch gewählten Landtagsabgeordneten, die sich einer eher bürgerlichen Wählerklientel verpflichtet fühlen, wie sie sich zu isolieren beginnen. Der Fall Gedeon trennte in gewisser Weise die Spreu vom Weizen. Man kann nur hoffen, dass möglichst vielen Wählern langsam die Augen aufgehen, welchen teils dubiosen Figuren sie mit ihrer Denkzettelwahl in parlamentarische Verantwortung gebracht haben.