Hass-Prediger entgeht knapp einem Angriff der USA

Hass-Prediger entgeht knapp einem Angriff der USA

Washington. Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge versucht, den gesuchten Hass-Prediger Anwar al Awlaki im Jemen mit einem Drohnenangriff zu töten. Der Jemenit, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, scheine die Attacke aber überlebt zu haben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsquellen

Washington. Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge versucht, den gesuchten Hass-Prediger Anwar al Awlaki im Jemen mit einem Drohnenangriff zu töten. Der Jemenit, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, scheine die Attacke aber überlebt zu haben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsquellen. Nach Informationen der "Washington Post" wurden Raketen auf ein Fahrzeug mit zwei Al-Qaida-Mitgliedern abgeschossen, beide Männer seien getötet worden.Es war den Angaben zufolge der erste Angriff mit einer US-Drohne im Jemen seit 2002, als der Geheimdienst CIA mit einem der ferngesteuerten Flugroboter ein Auto mit Terrorverdächtigen unter Feuer nahm. Die USA haben zwar bereits seit dem Vorjahr Drohnen im Jemen eingesetzt, aber nur zu Aufklärungszwecken.

Al Awlaki gilt als besonders gefährlich. Die USA führen den Jemeniten auf einer Liste, nach der er "tot oder lebendig" gefasst werden soll. Nach den Tod von Al-Qaida-Anführer Osama bin Laden könnte er einer der möglichen "Erben" des Terroristenchefs sein. Nach Al Awlaki wird auch im Zusammenhang mit dem vereitelten und im Jemen geplanten Anschlag auf eine Passagiermaschine Weihnachten 2009 in der US-Metropole Detroit gefahndet. Im November vorigen Jahres hatte er Muslime aufgerufen, US-Bürger zu töten. Außerdem soll Al Awlaki in Kontakt mit dem Amokläufer von Fort Hood gestanden haben, der Ende 2009 zwölf Soldaten und einen Zivilisten getötet hatte.

Durch seine Jugendjahre in den USA weiß Al Awlaki besonders gut, wie man kulturell entfremdete Muslime im Westen für den islamistischen Terror gewinnt. Er hatte in den vergangenen zehn Jahren intensiven Kontakt zu mehreren Al-Qaida-Terroristen, die später Selbstmordattentate verübten. Für diese war Al Awlaki eine Art Mentor gewesen. dpa

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