Harsche Kritik nach EM-Aus: "Das war ein Eigentor von Löw"

Düsseldorf. In die Trauer und den Frust über den geplatzten EM-Traum der deutschen Nationalmannschaft mischt sich zum Teil harsche Kritik an den Personalrochaden von Joachim Löw. Anders als in den Spielen zuvor habe Löw beim 1:2 im Halbfinale gegen Italien kein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Startelf gehabt, lautete der fast einhellige Tenor der Fußball-Experten im Land

Düsseldorf. In die Trauer und den Frust über den geplatzten EM-Traum der deutschen Nationalmannschaft mischt sich zum Teil harsche Kritik an den Personalrochaden von Joachim Löw. Anders als in den Spielen zuvor habe Löw beim 1:2 im Halbfinale gegen Italien kein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Startelf gehabt, lautete der fast einhellige Tenor der Fußball-Experten im Land. "Wir haben uns mit der Aufstellung selbst geschlagen", monierte Ex-Nationalspieler Bernard Dietz unverhohlen: "Das war ein Eigentor von Löw." Franz Beckenbauer reagierte bestürzt auf den schwächsten Turnierauftritt der Elf. Der "Kaiser" sprach dem jüngsten EM-Team die Titelreife ab. "Ich dachte, nach 16 Jahren sind wir wieder reif für den Titel", erklärte er. Grundsätzliche Kritik äußerte Ex-Nationalspieler Christian Wörns. "Es fehlen richtige Persönlichkeiten", sagte Wörns. > Seite A 4: Analyse, Seite D 1: Berichte dpaFoto: dpa