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Guttenberg bringt mit Industriekonzept die SPD gegen sich auf

Guttenberg bringt mit Industriekonzept die SPD gegen sich auf

Berlin. Die SPD schießt sich im Wahlkampf immer stärker auf den populären Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ein. Auch die Gewerkschaften attackierten ihn gestern wegen eines Industriekonzepts aus seinem Ressort. "Was Herr zu Guttenberg anstrebt, lässt mich grausen", sagte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier dem "Kölner Stadt-Anzeiger"

Berlin. Die SPD schießt sich im Wahlkampf immer stärker auf den populären Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ein. Auch die Gewerkschaften attackierten ihn gestern wegen eines Industriekonzepts aus seinem Ressort. "Was Herr zu Guttenberg anstrebt, lässt mich grausen", sagte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Was im Guttenberg-Papier stehe, führe zu mehr Arbeitslosigkeit. IG-Metall-Vize Detlef Wetzel kritisierte, der CSU-Politiker wolle sich offenbar "als Abwrackminister von Arbeitnehmerrechten profilieren".In einem Entwurf hatten Guttenbergs Beamte unter anderem eine Lockerung des Kündigungsschutzes, das Zurückdrehen von Mindestlöhnen, niedrigere Einkommensteuern sowie Steuervergünstigungen für die Industrie vorgeschlagen. Das Ministerium stellte nun klar, das Papier sei eine "längst überholte Stoffsammlung und obsolet". Guttenberg habe die Vorschläge mit den Worten "so geht das nicht" komplett verworfen, betonte ein Sprecher. dpa/ddp