1. Nachrichten
  2. Politik
  3. Topthemen

Gondwana-Park in Not: Investor will aussteigen

Gondwana-Park in Not: Investor will aussteigen

Die Erweiterung des Urzeit-Parks in Reden hat Gondwana-Chef Matthias Michael Kuhl rund zwei Millionen Euro mehr gekostet als geplant. Nun strebt er einen Komplett-Ausstieg aus dem Prähistorium an.

. Das von der Landesregierung mit Millionen von Euro geförderte und seit Jahren umstrittene Gondwana-Prähistorium in Reden steht vor einer einschneidenden Zäsur. Der Betreiber Matthias Michael Kuhl strebt in Verhandlungen mit dem Wirtschaftsministerium einen Ausstieg an. Anlass für diese Überlegungen ist nach Angaben seines Anwalts Guido Britz ein Finanzloch von rund zwei Millionen Euro, das Kuhls Firma Gondwana Invest durch den Erweiterungsbau "Gondwana II" mit seiner neuen Dinosaurier-Show entstanden sei. Der Bau wurde im Mai 2013 eröffnet und sollte das in der Besuchergunst schwächelnde Urzeit-Projekt voranbringen. Die landeseigene Strukturholding hatte ihn mit 9,2 Millionen Euro vorfinanziert und ist auch Eigentümerin der Halle samt Einrichtung.

"Herr Kuhl kann sich einen Komplettrückzug aus Reden vorstellen", sagte Britz gestern der SZ. Derzeit stünden Verbindlichkeiten von rund 1,4 Millionen Euro offen. "Dafür suchen wir mit dem Wirtschaftsministerium nach einer Lösung", so Britz. Im Gespräch sei auch die Rückgabe des Zechenhauses in Reden an das Land. Es war von Kuhl im Rahmen des Gondwana-Engagements übernommen, saniert und an das Land wieder zurückvermietet worden.

Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke (SPD) bestätigt gestern die aktuellen Verhandlungen mit Kuhl. Er sagte der SZ: "Wir bestehen auf der Einhaltung der Verträge und werden Kuhl nicht aus den Verpflichtungen der Vergangenheit entlassen." Für Reden sei eine neue Trägerstruktur in Vorbereitung, an der Land, Landkreis und die Gemeinde Schiffweiler beteiligt werden sollen. >