G7 machen im Syrien-Konflikt Druck auf Russland

Lucca/Berlin · Im Syrien-Konflikt drängen die führenden westlichen Staaten Russland zum Bruch mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Zum Auftakt eines G7-Treffens im italienischen Lucca brachte der britische Außenminister Boris Johnson gestern neue Sanktionen gegen Moskau ins Gespräch. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sagte, es müsse alles dafür getan werden, "die Russen aus der Ecke der Unterstützung Assads herauszubekommen".

Russland ist der wichtigste Verbündete Assads im Syrien-Krieg. Die USA hatten mit dem Luftschlag erstmals seit Kriegsbeginn vor sechs Jahren die syrischen Regierungstruppen angegriffen. Die neue Lage in der Syrien-Krise ist Hauptthema der zweitägigen G7-Konferenz. Italiens Außenminister Angelino Alfano berief für heute Morgen spontan eine Extra-Runde zu Syrien ein, an der auch die Ressortchefs aus der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emirate, von Saudi-Arabien, Katar und Jordanien teilnehmen sollten.

Nach dem Einsatz chemischer Kampfstoffe vergangene Woche in Syrien dringt SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auf Aufklärung durch die Vereinten Nationen. "Nach allem, was jetzt bekannt ist, muss sowohl die Ermittlung als auch die weiteren Schritte unter dem Dach der Vereinten Nationen erfolgen", sagte Schulz gestern.

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