1. Nachrichten
  2. Politik
  3. Topthemen

Frauen in Deutschland bekommen mehr Kinder

Frauen in Deutschland bekommen mehr Kinder

Wiesbaden/Saarbrücken. In Deutschland kommen wieder mehr Babys auf die Welt: Die durchschnittliche Kinderzahl einer Frau lag hierzulande im vergangenen Jahr bei 1,39 und war damit etwas höher als 2009 (1,36), teilte das Statistische Bundesamt gestern mit. Insgesamt stieg die Zahl der Neugeborenen in Deutschland 2010 gegenüber dem Vorjahr um etwa 13 000 - auf nun 678 000

Wiesbaden/Saarbrücken. In Deutschland kommen wieder mehr Babys auf die Welt: Die durchschnittliche Kinderzahl einer Frau lag hierzulande im vergangenen Jahr bei 1,39 und war damit etwas höher als 2009 (1,36), teilte das Statistische Bundesamt gestern mit. Insgesamt stieg die Zahl der Neugeborenen in Deutschland 2010 gegenüber dem Vorjahr um etwa 13 000 - auf nun 678 000. Mit dem Mini-Baby-Boom steigt die statistische Geburtenziffer auf den höchsten Wert seit 1990, als Frauen im Laufe ihres Lebens im Mittel 1,45 Kinder bekamen. Auch im Saarland wurde der negative Trend im vergangenen Jahr gestoppt: Es kamen 7066 Kinder zur Welt, im Vorjahr waren es 6927. Auf jede Saarländerin kommen nun im Schnitt 1,26 Kinder, nach 1,23 ein Jahr zuvor. Um das Schrumpfen der Bevölkerung zu stoppen, müsste die Geburtenziffer allerdings 2,1 betragen.Mehr Frauen als früher bekamen 2010 ein zweites und drittes Kind. In den alten Bundesländern stieg die durchschnittliche Kinderzahl innerhalb eines Jahres von 1,35 auf 1,39. Im Osten legte sie ebenfalls zu - allerdings auf höherem Niveau von 1,40 auf 1,46.

Die aktuellen Geburtenzahlen wurden von einer neuen Diskussion um die Familienpolitik in der CDU begleitet. Der Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, sprach sich dafür aus, das Elterngeld im Jahre 2013 zu überprüfen. Mit Geld könne man "keinen Kindersegen" erreichen. Das Bundesfamilienministerium wies Kauders Aussagen zurück: Das Elterngeld sei "eben gerade keine Gebärprämie, sondern ein erfolgreicher Baustein in einer modernen Familienpolitik", sagte ein Sprecher. Mit dem Elterngeld wird seit 2007 der Verdienstausfall von Eltern Neugeborener in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes teilweise ausgeglichen. red/dpa