Forschungsflug untersucht erstmals Aschewolke

Oberpfaffenhofen. Bei einem Forschungsflug haben Wissenschaftler gestern erstmals die Aschewolke über Deutschland untersucht. Das Flugzeug des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) landete nach knapp vierstündigem Flug am Abend in Oberpfaffenhofen bei München

Oberpfaffenhofen. Bei einem Forschungsflug haben Wissenschaftler gestern erstmals die Aschewolke über Deutschland untersucht. Das Flugzeug des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) landete nach knapp vierstündigem Flug am Abend in Oberpfaffenhofen bei München. Es war bis an die holländische Grenze geflogen, um die Dichte der Ascheteilchen sowie ihre Größe zu messen, sagte Ulrich Schumann vom DLR. Die Flughöhe habe zwischen 2000 und 12 000 Meter betragen - eine bislang europaweit einzigartige Dimension. Nun müssten die Daten ausgewertet werden. Es sei darum gegangen, in einer unerwarteten Situation, die eine Notlage für Wirtschaft und Passagiere bedeutet, neue Daten zu liefern, um die Gefahren besser einschätzen zu können. Damit, dass ein Vulkanausbruch den Luftraum über weiten Teilen Europa lahmlegen könnte, habe bis vor kurzem niemand gerechnet, sagte Schumann. Der Flieger mit zwei Piloten, einem Bordingenieur und drei Wissenschaftlern war zunächst nach Leipzig geflogen. Während des Fluges wurde bereits die Dichte der Wolke mittels Laser gemessen. Dann wurde die Wolke selbst sondiert. Eine Entscheidung über weitere Forschungsflüge solle heute getroffen werden.dpa

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