Berlin: Flüchtlingsamt wehrt sich gegen schwere Vorwürfe

Berlin : Flüchtlingsamt wehrt sich gegen schwere Vorwürfe

In der Affäre um unzulässig ausgestellte Asylbescheide weist das Bundesflüchtlingsamt Vorwürfe zurück, die Aufklärung verschleppt oder etwas vertuscht zu haben. Über Pfingsten waren E-Mails bekannt geworden, in denen ein Gruppenleiter im Bamf darum gebeten hatte, den Vorfällen „geräuschlos“ nachzugehen und nicht alles „bis ins Detail“ zu prüfen. Das Amt verteidigte ihn: Ziel sei es gewesen, „die Verfahren zunächst intern zu sichten“, teilte ein Sprecher mit. Eine Prüfung der Hinweise sei „unverzüglich eingeleitet“ und die Personalabteilung „unverzüglich informiert“ worden. Im Zentrum der Affäre steht die Bamf-Außenstelle in Bremen. Dort sollen zwischen 2013 und 2016 Mitarbeiter mindestens rund 1200 Menschen Asyl gewährt haben, ohne die Voraussetzungen ausreichend zu prüfen. Inzwischen überprüft das Bamf auch zehn andere Außenstellen.

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