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Fließband-Arbeiter altern schneller im Kopf

Fließband-Arbeiter altern schneller im Kopf

Dortmund. Fließband-Arbeiter altern "im Kopf" schneller als Kollegen mit abwechslungsreichen Aufgaben. Das Gehirn werde bei eintönigen Arbeiten am Fließband abgeschaltet, die Hände funktionierten fast automatisch, erklärte die Technische Universität Dortmund gestern bei der Vorstellung einer Arbeitsstudie

Dortmund. Fließband-Arbeiter altern "im Kopf" schneller als Kollegen mit abwechslungsreichen Aufgaben. Das Gehirn werde bei eintönigen Arbeiten am Fließband abgeschaltet, die Hände funktionierten fast automatisch, erklärte die Technische Universität Dortmund gestern bei der Vorstellung einer Arbeitsstudie. Für das Projekt war die Hirn-Aktivität von 91 Arbeitern während ihrer Tätigkeit im Opel-Werk Bochum untersucht worden. "Das Ergebnis ist ernüchternd, aber nicht anders als erwartet", sagte Studienleiter Michael Falkenstein. Anhand von Untersuchungen der Hirn-Aktivität zeigte sich, dass ältere Mitarbeiter mit einem Arbeitsplatz jenseits des Fließbands geistig mehr den jungen als anderen älteren Arbeitern ähneln. Die Schwachstelle im Gehirn der älteren Fließband-Arbeiter sei das Arbeitsgedächtnis. "Diese zentrale Gedächtnisfunktion brauchen wir täglich, und sie muss immer wieder aufgefrischt werden", sagte Falkenstein. Mentales Training könne den Fließband-Arbeitern helfen, "ihre grauen Zellen wieder zu aktivieren". epd