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Flaute erreicht Arbeitsmarkt im Saarland

Flaute erreicht Arbeitsmarkt im Saarland

Saarbrücken/Nürnberg. Die Serie guter Nachrichten vom saarländischen Arbeitsmarkt geht zu Ende. Das Job-Angebot reagiert jetzt auf die Eintrübung der Konjunktur, die schon Ende vergangenen Jahres eingesetzt hat. Das ist die Einschätzung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in ihrem neusten Monatsbericht

Saarbrücken/Nürnberg. Die Serie guter Nachrichten vom saarländischen Arbeitsmarkt geht zu Ende. Das Job-Angebot reagiert jetzt auf die Eintrübung der Konjunktur, die schon Ende vergangenen Jahres eingesetzt hat. Das ist die Einschätzung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in ihrem neusten Monatsbericht. "Ein weiterer Abbau der Arbeitslosigkeit über saisonale Entwicklungen hinaus wird nur noch in kleineren Schritten erfolgen", sagte die Chefin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz. Auch nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt "gedämpft". "Hauptgrund dafür sind die wieder gewachsenen Unsicherheiten in der Eurozone", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch.Nach Angaben der Regionaldirektion waren im Mai im Saarland knapp 33 500 Frauen und Männer arbeitslos, 600 weniger als vier Wochen zuvor. Der für den Mai typische Rückgang fiel nach Angaben der Agentur diesmal aber deutlich geringer aus als in früheren Jahren. Setze sich dieser Trend fort, dann dürfte schon bald das Vorjahresniveau überschritten werden, urteilen die Experten. Die Arbeitslosenquote lag im Mai mit 6,6 Prozent gleich hoch wie vor einem Monat und wie vor einem Jahr. Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen im Mai um rund 90 000 auf 2,855 Millionen. Die Quote betrug 6,7 Prozent nach 7,0 im April und auch im Mai des vergangenen Jahres.

Der saarländische Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD) sagte, der Aufschwung habe sich infolge der europäischen Staatsschuldenkrise zwar etwas verlangsamt. Die Saar-Unternehmen seien aber überwiegend positiv gestimmt und auch bereit, weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen. "Erfreulich ist die Entwicklung im Bereich der älteren Arbeitsuchenden", hob der Minister hervor. Bei den über 50-Jährigen habe sich die Quote von 7,0 Prozent im April auf 6,6 Prozent verbessert. red

Foto: bub

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