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FDP-Chef Luksic sieht Grund für "Selbstkritik und Demut"

FDP-Chef Luksic sieht Grund für "Selbstkritik und Demut"

Saarbrücken. Die FDP Saar habe "wahrlich Grund zu Selbstkritik und Demut". Dies schreibt der Vorsitzende Oliver Luksic in einer Rundmail an die Mitglieder seines Landesverbandes. Die Partei habe mit einem "fast schon chronischen Mangel an Partei- und Fraktionsdisziplin leider den Vorwand für den Bruch der Koalition geliefert"

Saarbrücken. Die FDP Saar habe "wahrlich Grund zu Selbstkritik und Demut". Dies schreibt der Vorsitzende Oliver Luksic in einer Rundmail an die Mitglieder seines Landesverbandes. Die Partei habe mit einem "fast schon chronischen Mangel an Partei- und Fraktionsdisziplin leider den Vorwand für den Bruch der Koalition geliefert". Luksic kritisiert aber auch Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) für die Bekanntgabe des Koalitionsbruchs am Tag des traditionellen Dreikönigstreffens der Bundes-FDP in Stuttgart. Dies sei eine "Provokation" gewesen, so Luksic in dem Rundschreiben.Am Rande einer FDP-Landesvorstandssitzung am Montagabend, die laut Luksic "erstaunlich einvernehmlich" verlaufen sei, wurde von mehreren Teilnehmern kritisiert, dass die Aufkündigung der Koalition durch die CDU ohne Vorwarnung erfolgt sei. Dem widerspricht Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). "Ich habe persönlich viele Warnungen und Mahnungen ausgesprochen, die die FDP leider ignoriert hat", sagte Kramp-Karrenbauer gestern gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Unterstützung erhielt sie in dieser Frage von völlig überraschender Seite. Die FDP Neunkirchen hat nach SZ-Informationen der Ministerpräsidentin mitgeteilt, dass sie "volles Verständnis" für die Koalitionsauflösung habe. "Auch wir waren mit der Entwicklung in der Landtagsfraktion der FDP mehr als unzufrieden", so ihr Vorsitzender Siegfried Schmidt.

Die CDU-Basis ist nach Angaben von Generalsekretär Roland Theis erleichtert über das Ende von Jamaika und über die Aufnahme von Sondierungsgesprächen über eine große Koalition. "Das Stimmungsbild ist völlig eindeutig. Der Schritt war richtig, da das Regierungshandeln durch die Lage bei der FDP belastet war", so Theis. red