Es ist nicht egal, wer gewinnt

Offensiv, schlagfertig und konzentriert suchte der Herausforderer in dem scheinbar aussichtslosen Rennen gegen die Amtsinhaberin Boden gut zu machen. Das ist Peer Steinbrück wohl auch gelungen.

Er hat mehr Klartext geredet als Angela Merkel, und er hat die Kanzlerin gelegentlich als Meisterin des Ungefähren herausgestellt. Aber reicht das? Steinbrück mag beim Rede-Duell gepunktet haben, deshalb ist Merkel aber längst nicht die Verliererin der Wahl. Konnte sie doch zu Recht darauf verweisen, dass es dem Land gut geht.

Immerhin, eins bleibt: Die politischen Unterschiede zwischen SPD und Union sind recht deutlich geworden. Die Genossen wollen mehr Sozial-Staat. Die Kanzlerin hingegen will im Kern, dass alles so bleibt, wie es ist. Um diese beiden Richtungen geht es. Es ist also nicht so, dass es egal wäre, wer am 22. September gewinnt. Schon deshalb hat sich das Zuschauen gestern Abend gelohnt.

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