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Erstmals seit Jahren weniger Organspenden

Erstmals seit Jahren weniger Organspenden

Berlin. Ungeachtet aller Aufrufe zum Organspenden ist die Zahl der Spender in Deutschland 2008 erstmals seit Jahren deutlich zurückgegangen. "Wir werden unter 15 Spendern pro einer Million Einwohner liegen", sagte gestern der Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Günter Kirste. 2007 habe es noch 16 Spender pro einer Million Einwohner gegeben

Berlin. Ungeachtet aller Aufrufe zum Organspenden ist die Zahl der Spender in Deutschland 2008 erstmals seit Jahren deutlich zurückgegangen. "Wir werden unter 15 Spendern pro einer Million Einwohner liegen", sagte gestern der Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Günter Kirste. 2007 habe es noch 16 Spender pro einer Million Einwohner gegeben. In Belgien, den USA, Österreich, Frankreich, Italien und Finnland gibt es mehr als 20 Organspender pro Million Einwohner. Zu den Gründen für den Spenderrückgang zählte Kirste unter anderem die "unsäglichen Debatten" über eine angebliche Bevorzugung von Privatpatienten. Insgesamt warten in Deutschland rund 12 000 Menschen auf ein Organ. Jeden Tag sterben im Schnitt drei Menschen, die auf der Warteliste stehen. dpa