Erste Ebola-Diagnose in den USA

Rrund zehn Tage nach der Einreise aus Liberia traten bei einem Mann in den USA die Symptome auf. Die Diagnose ist eindeutig: Ebola. „Wir werden das stoppen“, kündigt die US-Gesundheitsbehörde an, die einen weiteren Verdachtsfall prüft.

Nun ist das eingetreten, was lange befürchtet wurde: Ein Ebola-Fall in den USA, der erste mit der Krankheit diagnostizierte Patient außerhalb Afrikas seit Ausbruch der Epidemie. Der Patient sei vor rund zehn Tagen aus dem westafrikanischen Liberia in die USA eingereist, wo die Krankheit am Dienstag bei ihm anhand von Proben zweifelsfrei nachgewiesen worden sei, teilte der Leiter der US-Gesundheitsbehörde CDC, Thomas Frieden, gestern mit. Der Erkrankte habe erst einige Tage nach der Einreise in die USA Symptome entwickelt und sich in ein Krankenhaus in Dallas im US-Bundesstaat Texas begeben. Dort sei er auf eine Isolationsstation gebracht worden.

Am Mittwoch wurde ein weiterer Verdachtsfall im Bundesstaat Texas bekannt. CDC-Chef Frieden sagte derweil: "Ich habe keine Zweifel, dass wir diesen Ebola-Fall kontrollieren werden, so dass die Krankheit sich in diesem Land nicht weiter verbreiten wird". Er versuchte einer Hysterie im Land gegenzusteuern: "Wir werden das stoppen."

Der Behörden-Chef muss dennoch eingestehen: Es kann sein, dass der Patient andere Menschen mit Ebola angesteckt hat. Alle Menschen, mit denen er seit seiner Ankunft in den USA Kontakt gehabt habe, würden nun ausfindig gemacht und unter Beobachtung gestellt. Dabei handele es sich um "eine Handvoll Menschen", hauptsächlich Familienmitglieder. Nähere Details wollte die Gesundheitsbehörde nicht nennen. Nach derzeitigen Informationen sehe es so aus, als sei der Ebola-Kranke in Westafrika nicht an der Bekämpfung der Epidemie beteiligt gewesen. Wie er sich angesteckt habe, sei nicht bekannt.

Das Weiße Haus versuchte umgehend einer Massenpanik entgegenzutreten. "Amerika hat die besten Ärzte und die beste Gesundheitsinfrastruktur der Welt, und wir sind darauf vorbereitet, auf so einen Fall zu reagieren", twitterte ein Sprecher.