Ein hoher Preis für die Sicherheit

Ein hoher Preis für die Sicherheit

Meinung:

Ein hoher Preis für die Sicherheit

Von SZ-Korrespondent Detlef Drewes

Es ist der Albtraum jedes Fahrgastes und aller Sicherheitsbehörden: der Anschlag in einem Zug. 2005 geschah dies in Madrid. 2015 auf der Strecke von Amsterdam nach Brüssel. 2016 in einem Metro-Zug der belgischen Hauptstadt. Auch wenn sich die Bahngesellschaften und die zuständigen Polizeidienststellen wehren - um das Thema Sicherheit bei Reisen auf der Schiene führt kein Weg mehr herum. Um die Reisefreiheit der Bürger zu schützen, soll im Namen von mehr Sicherheit die Bewegungsfreiheit von Kriminellen und Terror-Verdächtigen eingeschränkt werden. Wer das will, muss wissen, dass er die Gemeinschaft mit einem dichten Netz aus Überwachung überzieht. Freiheit sieht anders aus. Aber der Schutz vor Gewaltakten fordert einen hohen Preis. Sind wir bereit, ihn zu zahlen?

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