1. Nachrichten
  2. Politik
  3. Topthemen

„Die Freien Demokraten sind voll da“

„Die Freien Demokraten sind voll da“

2012 verlor die Saar-FDP nicht nur den Status als Regierungspartei, sie verpasste auch den erneuten Einzug in den Landtag. Parteichef Oliver Luksic sprach mit SZ-Redaktionsmitglied Jennifer Back über die Zukunft der FDP im Saarland und sein Verhältnis zur Ministerpräsidentin.

Herr Luksic, es ist ruhig geworden um die FDP . Gibt es die Saar-Liberalen noch?

Oliver Luksic: Klar! Wir haben eine Phase der Aufarbeitung und der Selbstvergewisserung hinter uns. Zudem haben wir liberale Grundsätze an der Saar und in Deutschland mit der Basis diskutiert und unsere Wähler befragt, um daraus ein neues Leitbild zu entwickeln. Die Freien Demokraten sind mit ihren Werten voll da. Wir wollen mehr Lebenschancen für jeden einzelnen Bürger, zentrales Motiv bleibt die Liebe zur Freiheit.

Wie will die FDP dieses Leitbild umsetzen?

Luksic: Wir wollen mit einem Dialog-Prozess unseren Auftritt ändern. Die FDP soll wieder so wahrgenommen werden, wie wir uns sehen: mutig, weltoffen, empathisch. Liberale Werte werden neu definiert. Es geht um freiheitliche Ideen, nicht um Personen.

Vor drei Jahren hat Annegret Kramp-Karrenbauer am Tag des FDP-Dreikönigstreffens der Jamaika-Koalition eine Absage erteilt. Wie ist Ihr Verhältnis zur Ministerpräsidentin heute?

Luksic: Das persönliche Verhältnis zu ihr ist entspannt. Ihre Begründung, die Jamaika-Koalition aufzulösen, hat sie gerade selbst ad absurdum geführt. Damals hat sie gesagt, dass nur eine große Koalition die großen Aufgaben des Landes bewältigen könne. Bevor richtig regiert wurde, fängt nun der Wahlkampf an. Nach nur zwei Jahren hat sie keine Lust mehr auf Schwarz-Rot und fängt eine schwarz-grüne Koalitionsdebatte an. Bei Frau Kramp-Karrenbauer geht es viel um Taktik, es ist aber keine Strategie zur Rettung des Landes erkennbar. Das Saarland wird unter Wert regiert.