Deutsche Reporterin einen Tag vor Wahl in Afghanistan erschossen

Kabul · Sie wollte die Gräuel von Krieg und Terror in Bildern festhalten, nun wurde sie selbst ermordet: Einen Tag vor der Präsidentenwahl in Afghanistan an diesem Samstag ist die deutsche Fotojournalistin Anja Niedringhaus im Osten des Landes erschossen worden. Das erklärte die US-Nachrichtenagentur AP, für die die 48-jährige Pulitzer-Preisträgerin tätig war.

Der Mord löste international Entsetzen aus. Die Vereinten Nationen verurteilten den "Terrorangriff auf Zivilisten" scharf. Das Auswärtige Amt erklärte, die deutsche Botschaft in Kabul arbeite "mit Nachdruck" an der Aufklärung des Anschlags in der Provinz Khost, bei dem auch eine kanadische Journalistin schwer verletzt wurde. Die Taliban, die Angriffe rund um den Wahltermin angekündigt hatten, wiesen jede Verantwortung zurück. > e

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