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Saarländer sind Bewegungsmuffel: Deutsche achten weniger auf ihre Gesundheit

Saarländer sind Bewegungsmuffel : Deutsche achten weniger auf ihre Gesundheit

Eine Studie zeigt: Die Deutschen werden Bewegungsmuffel, auch die Saarländer. Dafür rauchen diese kaum.

Auto statt Fahrrad, Fernsehen statt Spaziergang, Bürostuhl statt Werkbank: Die Deutschen sitzen bedenklich oft rum. Unter den Bundesbürgern gibt es immer mehr Bewegungsmuffel, wie aus einer Umfrage im Auftrag der Deutschen Krankenversicherung (DKV) hervorgeht. Und so führen auch nur noch knapp neun Prozent der Bundesbürger (2010: 14 Prozent) ein „rundum gesundes Leben“, erklärten die Experten gestern. Im Saarland und in Rheinland-Pfalz, die in der Studie zusammen betrachtet wurden, schaffen das derzeit etwas mehr, nämlich 9,9 Prozent. Für den neuen Report „Wie gesund lebt Deutschland?“ befragte das Zentrum für Gesundheit durch Sport und Bewegung der Deutschen Sporthochschule Köln für die DKV bundesweit 2885 Menschen.

Als Hauptproblem der Deutschen machen die Forscher mangelnde Bewegung aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehle Erwachsenen pro Woche mindestens 150 Minuten moderate Aktivität wie schnelles Gehen oder 75 Minuten intensiver Aktivität, etwa Joggen. Das schaffen mit 43 Prozent aber weniger als die Hälfte der Deutschen. In Rheinland-Pfalz und im Saarland nur 42 Prozent. Immerhin sind die beiden Bundesländer mit 81,2 Prozent bei der Zahl der Nichtraucher weit vorne, und 86,5 Prozent gehen hier „sehr bewusst mit dem Alkohol um“ – das ist Spitze. Bundesweit trinken 18 Prozent zu viel Alkohol, 21 Prozent sind Raucher.

60,1 Prozent haben im Südwesten zudem ein „sehr gesundes“ Stressempfinden – bundesweit sind es nur 57 Prozent. Und während sich in Deutschland insgesamt 48 Prozent gesund ernähren, sind es in Rheinland-Pfalz und dem Saarland knapp 51 Prozent.

Ältere Menschen pflegen der Studie zufolge insgesamt einen gesünderen Lebensstil. So liege der Anteil bei den 18- bis 29-Jährigen sowie den 30- bis 45-Jährigen beim gesunden Lebensstil jeweils bei nur fünf Prozent, bei den 46- bis 65-Jährigen bei elf Prozent, bei den über 65-Jährigen immerhin bei 14 Prozent.