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Der Terror-„Druide“ trat auch im Saarland in Erscheinung

Der Terror-„Druide“ trat auch im Saarland in Erscheinung

Weiße Gewänder, roter Umhang, langer Bart: Auf Fotos und Videos wirkt der 66-jährige Terrorverdächtige, der am Mittwoch bei einer Razzia gegen die rechtsextremistische Szene in Deutschland vorläufig festgenommen wurde, als käme er direkt aus dem Mittelalter. Der aus Schwetzingen bei Heidelberg stammende Mann bezeichnet sich selbst als "keltischen Druiden ". Doch die kuriose Optik täuschte. Die Staatsanwaltschaft Mannheim wirft ihm Volksverhetzung und Gründung einer rechtsextremen Vereinigung vor. Die Ermittler verhafteten zudem sechs weitere Helfer. Die Gruppe soll Anschläge auf Juden, Asylbewerber und Polizisten geplant haben. Der "Druide", der Hauptverdächtiger ist, sei dann plötzlich Ende des Jahres untergetaucht, hieß es. In den Monaten zuvor habe er in einem Wohnwagen auf einem Campingplatz bei Querfurt in Sachsen-Anhalt gelebt, hieß es weiter.

Der 66-Jährige operierte auch vom Saarland aus. Er war hierzulande zwischen 2013 und 2015 "in Erscheinung getreten", wie Georg Himbert , Sprecher des Landespolizeipräsidiums, gestern der Saarbrücker Zeitung bestätigte. Der Mann habe hier Verbindungen zur rechtsextremen Szene gehabt. Wegen antisemitischer und holocaustverleugnender Veröffentlichungen im sozialen Netzwerk Facebook sei er im Saarland angezeigt worden, sagte Himbert.