Das "Heimchen am Herd" steht bei jungen Männern hoch im Kurs

Wuppertal. Das "Heimchen am Herd" hat offenbar noch längst nicht ausgedient. Zwei von drei jungen Männern in Deutschland finden es nicht wichtig, dass Mütter neben ihrem Einsatz für die Familie auch eigene Interessen durchsetzen. Das ergab eine gestern veröffentlichte Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach

Wuppertal. Das "Heimchen am Herd" hat offenbar noch längst nicht ausgedient. Zwei von drei jungen Männern in Deutschland finden es nicht wichtig, dass Mütter neben ihrem Einsatz für die Familie auch eigene Interessen durchsetzen. Das ergab eine gestern veröffentlichte Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach. Mehr als 1800 Bundesbürger waren für die "Familienstudie 2008" befragt worden. Während nur 32 Prozent der Männer zwischen 16 und 29 den Wunsch von Müttern nach Selbstverwirklichung unterstützten, waren es bei den Frauen 64 Prozent. "Hier könnte eine wesentliche Ursache für die Bindungsscheu und Kinderlosigkeit vieler in der jüngeren Generation liegen", heißt es in der Studie. Männer, die die Hausarbeit verweigern, müssen mit dem Zorn der Partnerin rechnen: Unter den Müttern, die Haushalt und Familie vorwiegend allein bewältigen müssen, sagte jede dritte, dass es wegen dieses Themas schon zu ernsthaften Ehekrisen gekommen sei. dpa

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