Chronische "Aufschieberitis" kann durchaus produktiv sein

Chronische "Aufschieberitis" kann durchaus produktiv sein

Hannover. Beschäftigte müssen nicht unbedingt ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie dringende Aufgaben dauernd vor sich herschieben. Denn es kann sich durchaus als effektiv erweisen, Dinge aufzuschieben. So lasse sich die Unlust, eine Sache anzugehen, sogar als produktive Triebfeder einsetzen, erläutert der Tüv Nord im Magazin "Explore" unter Berufung auf entsprechende Studien

Hannover. Beschäftigte müssen nicht unbedingt ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie dringende Aufgaben dauernd vor sich herschieben. Denn es kann sich durchaus als effektiv erweisen, Dinge aufzuschieben. So lasse sich die Unlust, eine Sache anzugehen, sogar als produktive Triebfeder einsetzen, erläutert der Tüv Nord im Magazin "Explore" unter Berufung auf entsprechende Studien. Viele drückren sich vor einer Aufgabe, indem sie sich in die Arbeit an anderen Dingen stürzen. Wer sich diesen inneren Mechanismus zunutze macht, schaffe am Ende unter Umständen eine ganze Menge. Ablenkungen von einer Aufgabe ließen sich auch sinnvoll gestalten: Statt ein anstehendes Telefonat zu erledigen, beantworten Arbeitnehmer erst E-Mails oder feilen an einer Präsentation. Den Angaben zufolge ist das Laster weit verbreitet, sich in Ersatzhandlungen zu flüchten, anstatt die eigentliche Aufgabe anzugehen. Etwa jeder fünfte US-Amerikaner leide unter chronischer "Aufschieberitis". Studien in anderen Ländern ergäben ein ähnliches Bild. dpa