Christian Wulff ist neuer Bundespräsident

Christian Wulff ist neuer Bundespräsident

Berlin. Nach einer langen Zitterpartie ist gestern der CDU-Politiker Christian Wulff zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden. Im dritten Wahlgang erhielt er in der Bundesversammlung 625 der 1242 abgegebenen Stimmen. Auf seinen Gegenkandidaten, den von Grünen und SPD nominierten früheren DDR-Bürgerrechtler und Ex-Chef der Stasi-Unterlagenbehörde, Joachim Gauck, entfielen 494 Stimmen

Berlin. Nach einer langen Zitterpartie ist gestern der CDU-Politiker Christian Wulff zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden. Im dritten Wahlgang erhielt er in der Bundesversammlung 625 der 1242 abgegebenen Stimmen. Auf seinen Gegenkandidaten, den von Grünen und SPD nominierten früheren DDR-Bürgerrechtler und Ex-Chef der Stasi-Unterlagenbehörde, Joachim Gauck, entfielen 494 Stimmen. Es gab 121 Enhaltungen. Das Scheitern Wulffs in den beiden ersten Wahlgängen wurde in Berlin als schwere Schlappe für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewertet. In der Koalition war zwar befürchtet worden, dass Merkel und ihr Favorit Wulff wegen des schlechten Erscheinungsbildes der Bundesregierung einen Denkzettel bekommen könnte. Koalitionspolitiker hatten sich zuletzt aber optimistisch gezeigt, dass es im ersten Wahlgang nur wenige Abweichler unter den 644 Wahlmännern von CDU, CDU und FDP geben und Wulff die absolute Mehrheit von 623 Stimmen erhalten werde.

Auf ihn entfielen im ersten Anlauf aber nur 600 Stimmen. Gauck kam auf 499. Für die von der Linken ins Rennen geschickte Bundestagsabgeordnete Luc Jochimsen votierten 126 Wahlleute, auf den NPD-Kandidaten Frank Rennicke drei. Es gab 13 Enthaltungen.

Im zweiten Wahlgang legte Wulff zu, verfehlte aber mit 615 Stimmen erneut die absolute Mehrheit in der Bundesversammlung. Auf Gauck entfielen 490 Stimmen, auf Jochimsen 123, auf Rennicke drei, bei drei Enthaltungen. Im dritten Wahlgang traten Jochimsen und Rennicke nicht mehr an. dpa/red

Die SPD feierte ihren Bewerber Joachim Gauck (Mitte). Foto: dpa.

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