China verstärkt vor Gedenktag Zensur im Internet

China verstärkt vor Gedenktag Zensur im Internet

Zum 25. Jahrestag des Blutbads in Peking hat die chinesische Regierung die Zensur im Internet verschärft.

Unter anderem waren die Dienste des US-Konzerns Google gestern nicht zu erreichen. Betroffen waren ausländische Versionen der Google-Homepage, der E-Mail-Dienst Gmail, die Übersetzungsfunktionen sowie die Bilderdatenbank. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte zu den Sperrungen lediglich, China verwalte das Internet "gemäß dem Gesetz". Ein Google-Sprecher sagte, das Unternehmen habe mit der Blockade nichts zu tun.

China zensiert das Internet bereits seit Jahren stark und wollte im Vorfeld des Gedenktages am heutigen Mittwoch Informationen zu den Tiananmen-Vorfällen blocken und öffentliche Debatten darüber verhindern. Ausländische Webseiten wie das Videoportal YouTube oder der Kurznachrichtendienst Twitter sind ohnehin gesperrt.

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