Bundeswehr-Tornados im Nordirak zwischengelandet

Bundeswehr-Tornados im Nordirak zwischengelandet

Ein technischer Defekt hat zwei Tornado-Jets der Luftwaffe zu einer Zwischenlandung im Nordirak gezwungen. Die Flugzeuge waren unterwegs im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam betonte, es habe sich nicht um eine Notlandung gehandelt. Der Defekt wurde den Angaben zufolge am Montag durch starke Turbulenzen bei einer routinemäßigen Luftbetankung an einem der Aufklärungsjets verursacht. Die Betankung musste daraufhin abgebrochen werden. Die Piloten hätten entschieden, den nächstgelegenen Flugplatz in Erbil in der nordirakischen Kurdenregion anzusteuern, da eine Rückkehr zum Nato-Stützpunkt im türkischen Incirlik mangels Treibstoff nicht mehr möglich gewesen sei, erklärte die Bundeswehr.

Nachdem die beiden Tornados gegen 15.30 Uhr in Erbil gelandet waren, stellte sich den Angaben zufolge heraus, dass der Tankausleger beschädigt wurde, die Maschine jedoch weiter flugfähig war. Nach der Betankung am Boden seien beide nach Incirlik zurückgeflogen und dort am Abend sicher gelandet.

Mehr von Saarbrücker Zeitung