Bundesregierung offenbar doch für Aufstockung des Rettungsschirms

Berlin. In der Debatte um eine Ausweitung des Euro-Schutzschirms zeichnet sich eine Kehrtwende der Bundesregierung ab

Berlin. In der Debatte um eine Ausweitung des Euro-Schutzschirms zeichnet sich eine Kehrtwende der Bundesregierung ab. Das Finanzministerium widersprach gestern einem "Spiegel"-Bericht nur halbherzig, wonach Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) auf Druck wichtiger Partnerländer bereit sind, die Mittel des mit 440 Milliarden Euro ausgestatteten provisorischen Rettungsschirms EFSF und seines dauerhaften Nachfolgers ESM zu kombinieren. Unklar sei aber, ob zum vorgesehenen ESM-Volumen von 500 Milliarden Euro nur jene 200 Milliarden Euro hinzukämen, welche vom EFSF bislang an Hilfen verplant sind - oder der volle EFSF. Dann kämen Hilfen von 940 Milliarden Euro zusammen. Im ersten Fall würde Deutschland laut "Spiegel" für etwa 280 Milliarden Euro garantieren, im zweiten für rund 400 Milliarden Euro. dpa