Bundesbürger haben große Angst vor Terror

Saarländer sind vergleichsweise entspannt : Bundesbürger haben große Angst vor Terror

Im Saarland und Rheinland-Pfalz ist die Furcht vor Anschlägen geringer als im Bundesschnitt.

Nach verheerenden Anschlägen in Berlin und anderen europäischen Städten haben viele Menschen in Deutschland Angst vor Terror. Die Sorge vor derartigen Attacken liege unverändert auf Platz eins der Langzeit-Umfrage „Die Ängste der Deutschen“, teilte die R+V-Versicherung gestern zur 26. Ausgabe der Studie mit. 71 Prozent der rund 2400 Befragten fühlten sich demnach von Terrorismus bedroht, zwei Prozentpunkte weniger als beim Rekordhoch 2016. Die Herausgeber sprechen aber noch immer von einem der höchsten je erfassten Werte.

Im Saarland und in Rheinland-Pfalz, die zusammen abgefragt wurden, ist die Furcht vor einem Terroranschlag mit 60 Prozent deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt. Nur in Berlin sind entsprechende Sorgen noch weniger verbreitet (56 Prozent). Hinter dem Terror folgen bei den Saarländern und Rheinland-Pfälzern Ängste vor Schadstoffen in Nahrungsmitteln, vor Spannungen durch den Zuzug von Ausländern und vor einer Überforderung von Politikern. Auch die Sorge, im Alter zum Pflegefall zu werden, eine schwere Krankheit zu bekommen oder die Furcht vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung treiben die Menschen hierzulande offensichtlich um. Dass Bürger und Behörden durch Flüchtlinge überfordert werden, belastet in beiden Bundesländern nur 40 Prozent der Befragten – das ist deutschlandweit der niedrigste Wert. Auch steigende Lebenshaltungskosten befürchten in der Region nur 43 Prozent und damit so wenige wie nirgendwo sonst.

Bundesweit sank der allgemeine Angstindex um sechs Prozentpunkte auf 46 Prozent. Abgefragt wurden insgesamt 20 Themen. Geringer als je zuvor sind die Ängste vor Arbeitslosigkeit und einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. Mit 17 Prozentpunkten am stärksten gesunken ist die Befürchtung, dass die Arbeitslosenzahlen in Deutschland steigen könnten. Sie liegt mit 26 Prozent auf dem vorletzten Platz. Fast ebenso gering ist die Angst vor dem Verlust des eigenen Jobs.