Bischöfe bereiten Katholiken auf Leben als Minderheit vor

Bischöfe bereiten Katholiken auf Leben als Minderheit vor

Bischöfe haben beim Kölner Eucharistie-Kongress die Katholiken auf ein Leben als Minderheit eingestellt. Zugleich riefen sie bei dem Glaubensfest mit 40 000 Teilnehmern zu mehr Selbstbewusstsein auf.



Ein Außenseiter-Dasein sei kein Grund zur Entmutigung, sagte der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki. Auch sei es historisch nicht ungewöhnlich, dass Kirche und öffentliche Glaubenspraxis gesellschaftlich nicht mehr so stark verankert sind. "Auch der Herr musste damit leben, dass einige ihn nicht verstanden haben", so Woelki. Auch Kurienkardinal Walter Kasper sagte, zur Kirchengeschichte gehöre das Leben in der Krise und als Minderheit dazu. Statt "Katastrophen-Stimmung" solle dies vielmehr eine Rückbesinnung auf die Botschaft Jesu bewirken. Gerade Geistliche sollten sich von den Medien nicht auf "Nebenkriegsschauplätze" drängen lassen, etwa die Frage nach Diakoninnen oder dem Zölibat. Die protestantischen Kirchen stünden trotz aller Zeitgeist-gemäßen Neuerungen in der Glaubensvermittlung auch nicht besser da, befand Kas per.