Berlin will im Ausland Fachkräfte anwerben

Berlin will im Ausland Fachkräfte anwerben

Berlin. Die deutsche Wirtschaft steht vor einem Mangel ungeahnten Ausmaßes: Aufgrund der demografischen Entwicklung werden bis zum Jahr 2025 mehr als drei Millionen Fachkräfte fehlen. Diese Zahl nannte gestern der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen-Weise, bei der Vorstellung einer Regierungsinitiative, die die verstärkte Anwerbung von Fachpersonal aus dem Ausland vorsieht

Berlin. Die deutsche Wirtschaft steht vor einem Mangel ungeahnten Ausmaßes: Aufgrund der demografischen Entwicklung werden bis zum Jahr 2025 mehr als drei Millionen Fachkräfte fehlen. Diese Zahl nannte gestern der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen-Weise, bei der Vorstellung einer Regierungsinitiative, die die verstärkte Anwerbung von Fachpersonal aus dem Ausland vorsieht.Nach Weises Ansicht könnte der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern für Deutschlands Unternehmen schwerwiegendere Folgen haben als die Finanzkrise. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) betonte, dass es bereits jetzt eine Million offene Stellen gebe, die über Monate hinweg unbesetzt blieben. Das betreffe vor allem mathematisch-naturwissenschaftliche Berufe, aber auch Jobs in Bildung und Pflege. Gut ein Drittel der Unternehmen bewerteten den Fachkräftemangel schon heute als ihr größtes Risiko, sagte von der Leyen. Daher müsse nicht nur im Inland nach Nachwuchs gesucht, sondern gezielt auch im Ausland geworben werden. Deutschland müsse ausländischen Fachkräften zeigen, "dass sie hier willkommen sind", betonte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).

Dennoch will die Regierung auch die Möglichkeiten im Inland stärker nutzen. So soll die Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren erhöht werden, auch sollen Arbeitslose besser qualifiziert und die Abbrecherquoten von Schülern, Auszubildenden und Studenten gesenkt werden. "Aber selbst, wenn das in großem Umfang gelingt, bleibt eine Lücke, die nur durch qualifizierte Zuwanderung zu schließen ist", betonte Weise. Seine Behörde rechnet damit, dass jährlich 200 000 Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland kommen müssen.

Gemeinsamer Kampf: Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Frank-Jürgen Weise. Foto: dpa.
Gemeinsamer Kampf: Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Frank-Jürgen Weise. Foto: dpa.
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Gemeinsamer Kampf: Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Frank-Jürgen Weise. Foto: dpa.
Gemeinsamer Kampf: Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Frank-Jürgen Weise. Foto: dpa.
Gemeinsamer Kampf: Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Frank-Jürgen Weise. Foto: dpa.
Gemeinsamer Kampf: Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Frank-Jürgen Weise. Foto: dpa.
Gemeinsamer Kampf: Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Frank-Jürgen Weise. Foto: dpa.
Gemeinsamer Kampf: Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Frank-Jürgen Weise. Foto: dpa.
Gemeinsamer Kampf: Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Frank-Jürgen Weise. Foto: dpa.

Die Opposition kritisierte die schwarz-gelben Pläne. Sie seien zu unkonkret, monierten SPD, Linke und Grüne. SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil nannte die Initiative der Regierung eine "große Show-Veranstaltung". , Meinung dapd/afp/dpa