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Berlin macht Flugreisen bis zu 26 Euro teurer

Berlin macht Flugreisen bis zu 26 Euro teurer

Berlin. Trotz massiver Proteste der Fluggesellschaften macht die Bundesregierung ernst mit einer neuen Ticketabgabe: Vom kommenden Januar an könnten Passagiere bis zu 26 Euro mehr bezahlen. Das geht aus dem Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums hervor

Berlin. Trotz massiver Proteste der Fluggesellschaften macht die Bundesregierung ernst mit einer neuen Ticketabgabe: Vom kommenden Januar an könnten Passagiere bis zu 26 Euro mehr bezahlen. Das geht aus dem Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums hervor. Danach sollen für Flüge von deutschen Flughäfen aus auf Inlandslinien sowie innerhalb Europas und nach Nordafrika 13 Euro je Fluggast als Steuer erhoben werden - unabhängig von der Airline. Bei innerdeutschen Reisen fällt sie damit für Hin- und Rückflug an, bei Auslandsflügen nur einmal. Für Langstreckenflüge aus Deutschland könnten 26 Euro erhoben werden. Passagiere, die in Deutschland umsteigen, werden nicht besteuert. Von der Steuer befreit werden sollen Kinder unter zwei Jahren ohne eigenen Sitzplatz. Verschont werden Frachtflüge und nichtgewerbliche Flüge - etwa Privat- oder Sportflieger. Die Steuer könnte von 2012 an wieder gesenkt werden, wenn der Luftverkehr in den Handel mit CO2Verschmutzungsrechten einbezogen werden soll, aus deren Versteigerung der Bund Einnahmen erwartet. Die Mehreinnahmen der Steuer von jährlich einer Milliarde Euro will Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, Foto: dpa) zur Etatsanierung nutzen. Die Luftfahrtsteuer ist Teil des schwarz-gelben Sparpakets.

Die deutschen Fluggesellschaften erwarten, dass Fliegen jetzt teurer wird. Auch die Bundesregierung geht davon aus, dass die Abgabe auf die Ticket-Preise aufgeschlagen wird. Air Berlin beklagte, deutsche Airlines würden gegenüber ausländischen diskriminiert. Die Lufthansa-Tochter Germanwings hat bereits mit einer Abwanderung in die Niederlande gedroht. dpa