Benzinpreis steigt wieder auf Rekordhöhe

München/Saarbrücken. Der Benzinpreis hat bundesweit die Marke von 1,50 Euro geknackt. Das berichtete gestern der ADAC, der regelmäßig die Preise von Tankstellen in 20 Städten auswertet. Damit ist Benzin in ganz Deutschland so teuer wie zuletzt im Sommer 2008. Zuvor mussten Autofahrer nur in einigen Städten mehr als 1,50 Euro pro Liter Benzin oder Super bezahlen

 Mit 1,519 Euro liegt Saarbrücken im Städtevergleich ganz vorn. Foto: dpa

Mit 1,519 Euro liegt Saarbrücken im Städtevergleich ganz vorn. Foto: dpa

München/Saarbrücken. Der Benzinpreis hat bundesweit die Marke von 1,50 Euro geknackt. Das berichtete gestern der ADAC, der regelmäßig die Preise von Tankstellen in 20 Städten auswertet. Damit ist Benzin in ganz Deutschland so teuer wie zuletzt im Sommer 2008. Zuvor mussten Autofahrer nur in einigen Städten mehr als 1,50 Euro pro Liter Benzin oder Super bezahlen.

Am teuersten ist der Kraftstoff mit knapp 1,52 Euro derzeit in Saarbrücken, München, Bielefeld, Bremen, Erfurt, Essen, Freiburg und Koblenz. Am günstigsten tanken Autofahrer in Magdeburg, wo der Liter Sprit für rund 1,50 Euro zu haben ist. Auch Diesel wurde deutlich teurer und kostet nach ADAC-Angaben in allen untersuchten Städten mehr als 1,35 Euro pro Liter. Saarbrücken gehört mit knapp 1,37 Euro wiederum zur Gruppe der teuersten Städte, ebenso wie Bielefeld und Erfurt.

Der ADAC kritisierte die neuerlichen Preiserhöhungen. Die derzeitigen Tankkosten seien trotz des gestiegenen Ölpreises "nicht gerechtfertigt", sagte ein Sprecher zur SZ. Auch für den Auto-Club Europa (ACE) gibt es "keine plausible Erklärung" für das Preisniveau. Der Mineralöl-Wirtschaftsverband verweist dagegen neben den gestiegenen Rohölpreisen auch auf den schwachen Euro-Kurs. Er sei der "ausschlaggebende Grund" für die derzeitige Preisrunde, sagte Verbands-Sprecherin Karin Retzlaff unserer Zeitung.

Die Verbraucherzentrale Saar rät zum aufmerksamen Preisvergleich. Auch derzeit könnten Autofahrer je nach Ort und Zeitpunkt einige Cent pro Liter sparen. Beim preisgünstigeren Tanken im Ausland müsse der zusätzliche Aufwand berücksichtigt werden. Zum Vergleich: In Luxemburg kostete der Liter Super gestern rund 1,25 Euro.

Ein Ende des Preisanstiegs ist nicht in Sicht. Der ADAC erwartet weitere Erhöhungen in den nächsten Tagen: Erfahrungsgemäß stiegen die Preise vor allem zum Wochenende hin an. "Wer es vermeiden kann, sollte nicht gerade freitags tanken", so der Club-Sprecher. dpa/afp/red